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Romy Schneider – “Ich bin eine unglückliche Frau…

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September 21, 2008
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…von 42 Jahren und heiße Romy Schneider”

1982 sagt die legendäre Schauspielerin diesen Satz, und er klingt als hätte sie gespürt, dass sie ein Jahr später nicht mehr leben wird. Am 23. September wäre Romy 70 Jahre alt geworden, bis heute gehört sie in Deutschland zu den beliebtesten Filmstars.

Romy Schneider wurde am 23. September 1938 unter ihrem bürgerlichen Namen “Rosemarie Magdalena Albach” in Wien geboren. Sie ging in ein Internat, bis sie mit 14. ihren ersten Film “Wenn der weiße Flieder wieder blüht” drehte. Danach folgten einige bedeutungslose Filme, bis sie mit 16 das erste mal als “Sissi” vor der Kamera stand. Es folgten 2 weitere Sissi Filme, das Image der Sissi wird sie bis heute nicht los. Sie entpuppte sich immer mehr als Charakterschauspielerin.

Mit ihrem ersten Mann Harry Meyen bekam sie ihren Sohn David, doch auf ein paar mehr oder weniger glückliche Familienjahre folgte die Scheidung. Ihr zweiter Mann war Daniel Biasini. Romy war bei der Hochzeit schwanger, verlor aber ihr Kind. Später bekam sie ihre Tochter Sarah von noch Ehemann Biasini, der sich kurz darauf von ihr scheiden ließ und eine Abfindung in Millionenhöhe erhielt.

In ihren 3 letzten Lebensjahren erlebte sie schreckliche Schicksalsschläge, die sie stark geschwächt haben. Nach der Scheidung: Nierenkrebs, Streit um David, dann der Tod Davids (14), der durch einen Unfall beim klettern über den Gartenzaun der Großeltern verstarb, Alkohol und Medikamente schwächten sie zusätzlich. Sie verstarb am 29. Mai 1982 im Alter von 43 Jahren. “Natürlicher Tod” gab der Arzt als Todesursache an. Dies ist bis heute umstritten.

Zur Erinnerung an Romy Schneider

Filmausschnitt aus “Sissi der Film”

Weitere Zitate:

“Ich gehe immer aufs ganze. Ich führe eine Sache zu Ende. Ich verschwende mich. Ich liebe mit ganzem Herzen. So ist das.“

„Ich erinnere mich genau, wie ich nach dem ersten Film zu meiner Mutter sagte: Ich will die Größte werden, ich werde nie halbe Sachen machen.“

„Ich erinnere mich, dass ich zu jener Zeit Zuschriften von Menschen aller Altersgruppen bekommen habe. Ob die Leute sich mit Sissi identifiziert haben, weiß ich nicht. Es waren Menschen, die eben gerne an eine bestimmte Epoche, eine Wiener Gefühlsseligkeit zurückdachten, denn man kann wahrhaftig nicht behaupten, dass es sich hier um einen historischen Film über die österreichische Kaiserin handelt. Sissi ließ die Leute träumen, aber ich glaube nicht, dass sie sich mit ihr identifizierten.“

„Ich habe mich daran gewöhnt, seit meinem 17. Lebensjahr wie eine Ware beliebig verkauft und verpackt zu werden. Ich glaube, das ist einfach der Preis einer Karriere, die mit 15 begonnen hat – in einem Alter, in dem man sich nicht zu wehren weiß und noch keine eigene Meinung hat.“

„Ich bin siebzehn Jahre alt geworden. Wenn man den Drehbuchautoren trauen darf, beginnt ja dann das Leben. Ich bin gespannt!“

„Sissi pappt mir an wie Griessbrei. Mir hing diese Person zum Halse heraus. Ich bedaure die Serie nicht, denn ich habe ihr auch viel zu verdanken. Aber für mein Streben nach Rollen, die meiner Person gleichstanden, waren diese Filme wie eine Ohrfeige. Hinzu kam der Erfolg, den ich nicht verstand. Ich war plötzlich nicht mehr Romy, sondern nur noch Sissi, die jungfräuliche Königin des deutschen Films.“

Romy über Sissi
„Mir hing diese Person zum Hals heraus. Sie lächelte selig, wenn ich Lust hatte zu weinen. Ich kam mir wie ein österreichischer Schmarrn vor, den man verschlingen wollte. Ich bin nicht zuckersüß. Ich bin ungeduldig, eigensinnig, nervös.“

„Es gibt Leute, die sagen, der Erfolg meiner Filme komme nur daher, dass die Menschen im Zuschauerraum in mir eine Art Spiegelbild der jungen Mädchen sähen, sie um sie leben … Die Rollen, die ich bisher spielte, waren alle nett und freundlich auf Harmlosigkeit getrimmt. Ich durfte so sein, wie eben sechzehnjährige oder siebzehnjährige Mädchen sein können. Keine sonderlichen Probleme, keine Erschwernisse, keine unlösbaren Widerstände. Junge Mädchen haben aber Probleme, sehr große und oft sehr schwierige Probleme, die meist sogar nicht lösbar sind. Weil nun in den Filmen, in denen ich spielen konnte, alle Schwierigkeiten beseitigt werden konnten, war es diese nette Harmlosigkeit, diese Erfüllung der Wunschträume, die mir geholfen haben, die Zustimmung des Publikums zu bekommen.“

„Ich bin weder lieb noch herzig, und ich möchte endlich beweisen, dass ich eine Vollblutschauspielerin bin, die sich nicht auf bestimmte Rollen festlegen lässt. Ich werde alles versuchen, um von meinem Sissi-Image loszukommen.“

„So wichtig bin ich nun auch wieder nicht. Ich habe Glück gehabt, die richtigen Rollen, dir richtigen Regisseure vor allem, und Filmstoffe, die zu mir passten. Ich bin doch nicht größenwahnsinnig, weil ich als Achtzehnjährige mit neun Filmen – unberufen – Glück hatte.“

„Ich habe damals erklärt: „Es wird immer am besten sein, wenn ich einfach verschwinde, auf eine Insel, immer nur komme, um einen Film zu drehen, und dann ganz schnell wieder türme. Dann kann mir überhaupt nichts passieren. Dann weiß ich nichts von Marktwert und sonstigen Begriffe, die verdächtig nach Viehmarkt riechen!“ Aber ich kann mich mit solchen Jungmädchenargumenten nicht durchsetzen.“

„Bei Robinson soll nicht sterben hatte ich das Gefühl, dass all anderen Filme nichts waren als eine Vorbereitung auf diesen Film. Ich bin jetzt so weit, dass ich weiß, wie es weitergehen muss. Nur- meine Wünsche und Vorstellungen lassen sich nicht mit den Forderungen der Produzenten und Verleiher vereinbaren. Wenn es so ist, dass di zeit, die ich hinter mir habe, meine Lehrlingszeit war, dann war Robinson soll nicht sterben meine Gesellenprüfung.“

„Ich habe mich mit Horst Buchholz gleich gut verstanden. Mir gefiel sein Mut, für sich einzustehen. Immer sagt er, was er denkt. Auch wenn es den werten Erwachsenen nicht gefällt. Mir hat er ein paar Mal gesagt: Romy, das verstehst du nicht, dazu geht es dir viel zu gut“

„Ich finde aber, wenn ich es nicht schaffe, auch einen Film zu erhalten der einmal ganz anders gemacht ist, dann kann ich den Ofen dicht machen. Ich habe immer erklärt: Wenn ich nur Kaiserinnen spielen kann, dann hat es keinen Sinn. Soviel Kaiserinnen gibt es gar nicht, die ich spielen könnte. Ich muss schließlich auch einmal etwas anderes spielen können.“

„Bei den Stoffen ist es nun so, dass ich von vielen auf historische Liebesgeschichten festgenagelt werden soll. Seit Sissi soll ich, wenn es nach ihnen ginge, alle sentimentalen Liebesgeschichten der letzten acht Jahrhunderte spielen… Aber ich bin der Meinung, dass die Klischierung auf „sentimentale Königin“ oder „enttäuschte Königin“ das Törichteste ist, was ich auf Dauer betreiben kann.“

„Ich hatte mein Schicksal selbst geschmiedet, und ich bereue nichts. Ich wollte immer modern und hart sein – kein Traumbild vergangener glanzvoller Kaiser-Tage, sondern einfach eine junge Frau. Ich musste davonlaufen – von Deutschland und von den Millionen-Rollen. Als ich es endlich tat, warf man mit Steinen nach mir.“

„Es ist ein großer Irrtum, wenn die Leute glauben, ich hätte etwas vom Leben geschenkt erhalten. Ich bin nicht zuckersüß. Ich bin ungeduldig, eigensinnig, nervös. Als es bis vor zwei Jahren immer nur brave, niedliche Rollen für mich gab, wurde mir bei dem Wort „herzig“ geradezu übel. Und wenn es immer wieder hieß „Ist sie nicht süß?“, hätte ich am liebsten gebissen…“

„Es heißt immer wieder, nichts ein nichts anderes als ein Teil gesteuerter Protektion, und das ist sicherlich nicht verletzend gemeint. Aber wenn ich so etwas lese … dann möchte ich eine Chance haben zu beweisen, dass ich „es“ kann. Auch ohne Protektion und ohne Publicity, die mir so oft angekreidet wird. Ich bin kein Kind mehr und kein Backfisch.“

„Einmal bist du oben, und dann bist du unten und wirst wie eine heiße Kartoffel zertreten.“

„Ich will mich nicht völlig den Mechanismen einer Vermarktung meiner Person überlassen.“

„Ja, ich bin glücklich. Ich habe so viel bezahlen müssen, dass ich jetzt erst weiß, was Glück ist. Ich bin sehr glücklich. Und ich bin sehr dankbar, was immer auch kommen mag.“

„Ich war neunzehn Jahre alt, ich setzte zum ersten Mal meinen Fuß auf Pariser Pflaster, und ich wollte eine große Liebe zu jemandem erleben, den ich anbete. Für mich war Paris zuerst Alain Delon … Vor ihm wusste ich nichts … „

„Diesmal war es wirklich Leidenschaft, und ich bereue nichts. Ich tat es, um bei dem Mann zu sein, den ich liebte und vergötterte.“

Romy über die Zeit in Paris
„Ich hatte alle Brücken hinter mir abgebrochen, und ich hatte mich vom Einfluss meiner Mutter und meines Stiefvaters befreit; und trotzdem fand ich innerlich keine Ruhe. Ich hing sozusagen zwischen den Welten, der, aus der ich kam, einer Welt geordneten Bürgertums, gehegt, umsorgt und stets von guten Ratschlägen begleitet, und der Welt die ich strebte. Das war Paris, die Theater, der intellektuelle Film, die abenteuerlichen Projekte großer Regisseure, und so viele freiere Jugend, die das Geld verachtete … diese schillernde Welt zog mich an, während ich mich gleichzeitig vor ihr fürchtete.“

„Für zehn Mark würde ich arbeiten, wenn ein Regisseur mir einen guten Film anbietet. Es kommt nicht auf die Gage an. Wenn in dem Film eine Rolle drin wäre, die mir künstlerisch etwas abverlangt, dann würde ich sofort unterschreiben. Warum sollte mir jemand verheimlichen, dass zum Beispiel Die Halbzarte beim Publikum nicht richtig angekommen ist? Es war ein Versuch, eine ganz neue Rolle, nicht jedes Experiment klappt auf Anhieb.“

„O ja, ich habe es schon manchmal sehr genossen, für alle im Studio die Prinzessin zu sein.“

Romy über die erste Zeit in Paris
„Es kamen zwei bittere Jahre, wo nichts war, wo ich nur flennte … Wenn ein Angebot kam, war es immer dasselbe, das alte …“

„Es gibt Tage, da könnte ich Alain kaltblütig umbringen, ohne dass ich die geringsten Gewissensbisse deswegen hätte. Aber dann gibt es wieder Tage, da bin ich unendlich froh und glücklich, es nicht getan zu haben. Er ist nun einmal ein ganz einzigartiger Mensch. Man kann ihn nicht mit anderen Männern vergleichen. Manchmal ist er ein ganz kleiner süßer Junge, manchmal ein Ekel, das man zum Teufel wünschen möchte.“

„Vischonti! Sie können sich nicht vorstellen, was dieses Stück für mich gekostet hat. Welche Kraft, welche Überwindung, welche Verzweiflung, welches Lampenfieber. Das war eine ehrliche Leistung. Die einzige in meinem Leben, auf die ich stolz bin. Wer mit Vischonti gearbeitet hat, dem kann nichts mehr passieren. Er ist der härteste Regisseur, den man sich denken kann, und der beste Lehrmeister. Ihm verdanke ich es, wenn ich heute jedes Atelier ohne Angst betrete. Ich bin ein anderer Mensch geworden.“

Das hätte Romy sicherlich gefallen: Lastminute Ferienhaus Dänemark

Kategorie: Filme & Serien, geschrieben von monique1403

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