Werbeslogan seit 2003 von Mc Donalds
Die McDonald’s Corporation ist der weltgrößte Betreiber von Fastfood-Restaurants. Der Firmensitz ist Oak Brook, Illinois in den USA.
Die Brüder Maurice und Richard McDonald wollten nicht wie ihr Vaters ein Leben lang als Vorarbeiter in einer Schuhfabrik arbeiten, um als Belohnung dafür auch noch arbeitslos zu werden. Nachdem sie die Schule abgeschlossen hatten, ließen sie 1930 ihre Heimatstadt New Hampshire hinter sich in Richtung Kalifornien.
Sie wollten dort hin, wo sie die besten Zukunftsaussichten sahen: Sie gingen nach Hollywood – und begannen als Kulissenschieber in dieser neuen, aufregenden Industrie. Bald besaßen sie ein eigenes Kino, waren aber selten in der Lage, die hundert Dollar für die Pacht jeden Monat aufzubringen, und so hörten sie nie auf, nach besseren Geschäften Ausschau zu halten.
1937 taten die Brüder etwas, was damals viele taten, sie eröffneten in Kalifornien ein Drive–in. In Kalifornien waren viele Vorstädte gewachsen, so schnell, wie sich die Menschen Autos leisten konnten, und so entstand diese neue Restaurant-Form, bei der die Kunden in ihrem parkenden Auto bedient wurden. Das Drive-in der Brüder war winzig. Während die Brüder die Hotdogs und Milchshakes zubereiteten und sich um die Kunden kümmerten, die im Restaurant Platz genommen hatten, erfüllten drei Bedienungen die Wünsche der Kunden auf dem Parkplatz.
1940 eröffneten die Brüder ein wesentlich größeres Drive-in in San Bernardino, fünfzig Meilen vor Los Angeles. Fünfundzwanzig Speisen wurden angeboten: Sanwiches, Chips, Spareribs vom Grill. Zwanzig Bedienungen betreuten die 125 Parkplätze. Der Umsatz stieg auf über 200 000 Dollar im Jahr und der Reingewinn auf 100 000 Dollar. Mit ihrem kleinen Restaurant gehörten sie auf einen Schlag zu den reichsten Einwohnern von San Bernardino. Sie zogen in eine Villa mit 25 Zimmern auf einem Hügel der Stadt.
Eine Besonderheit der Drive-in’s wurde bald zum Problem. Die Drive-in’s waren ein beliebter Treffpunkt für die Jugendlichen, die mit ihrer ständigen Anwesenheit eine breitere Kundenschicht verhinderten. Familien suchte man in den Drive-in’s vergebens. Als dann die ersten Nachahmer das Konzept und Geschäftsmodell kopierten, machte sich die Konkurrenz sofort bemerkbar, weil alle nur um die begrenzte Kundenschicht der Jugendlichen kämpften. Dazu kamen die großen Kosten für zerbrochenes oder gestohlenes Geschirr, und die Kosten für die Bedienungen, um die man härter kämpfen musste, als um die Kunden.
Die Brüder hatten eine Idee zu einem Geschäftsmodell, um aus diesem Schlamassel heraus zu kommen: Sie wollten ein Selbstbedienungs-Restaurant eröffnen. In den Warenhäusern war die Selbstbedienung bereits selbstverständlich, und so wollten auch sie ihr Restaurant führen. So könnten sie ihr Personalproblem lösen. Ihre Produkte wollten sie zu unverschämt niedrigen Preisen anbieten, indem sie die Kosten senkten und mit der schnelleren Selbstbedienung den Umsatz erhöhten.
Im Herbst 1948 schlossen sie für drei Monate ihr Drive-in. Die Bedienungen wurden entlassen, die Küche auf Massenproduktion umgestellt und das Porzellan durch Pappgeschirr ersetzt. Die Geschirrspülmaschine flog raus. Statt 25 wurden nur noch 9 Speisen und Getränke angeboten: ein Hamburger, ein Cheeseburger, Pommes frites, drei alkoholfreie Sprudelgetränke, Milch, Kaffee und ein Stück Kuchen. Das Angebot wurde vorproduziert, damit der Kunde seine Ware sofort mitnehmen konnte – deshalb konnte der Kunde auch kleinste Sonderwünsche, wie etwas mehr oder weniger Gurke auf seinem Hamburger, nicht mehr erfüllt bekommen.
Als die Brüder das Geschäft wieder eröffneten, ging der Umsatz im neuen Geschäftsmodell wider Erwarten zurück. Die Stammkunden waren sauer und die entlassen Bedienungen kamen vorbei und sagten, sie würden ihre Uniformen schon einmal aufbügeln. Doch mit dem Verschwinden ihrer Stammkunden, der Jugendlichen, bekamen sie neue Kunden, und innerhalb von sechs Monaten begann ihr Drive-in zu florieren. Selbst kinderreiche Arbeiterfamilien konnten es sich bei diesen niedrigen Preisen leisten, außer Haus zu essen. Die Legende will es, dass der allererste Kunde im neuen Restaurant ein neunjähriges Mädchen gewesen sein soll, das für die Familie zu Hause ein paar Hamburger zum Mittagessen kaufte. Die Kinder fühlten sich erwachsen, wenn sie mit ihrem abgezählten Geld in der Hand die Bestellung aufgaben, während ihre Eltern draußen im Auto warteten. Die Brüder entdeckten, wie wichtig die Kinder für ihren Erfolg waren, und warben gezielt damit, was Kinder bei ihnen für gern gesehene Gäste wären und wie sehr sie bei ihnen verwöhnt würden. Das Personal hatte den Auftrag, sich um die Kinder ganz besonders zu kümmern.
Nach einem Jahr konnte das Restaurant der Brüder die alten Rekordumsätze schlagen. Währenddessen waren die Brüder ununterbrochen am tüfteln, wie sie die Arbeit in ihrer Küche noch einfache und noch schneller machen konnten. Sie entwarfen dafür eigene Geräte und beauftragten mit deren Herstellung einen Handwerksbetrieb, der keine Erfahrung mit Restaurantausrüstung hatte, und der sich für alles offen zeigte. Der Firmenchef, Ed Toman, erfand für sie beispielsweise eine Handpumpe aus Stahl, bei der mit einem Umlegen des Hebels immer genau die richtige Portion Ketchup auf den Hamburger kam. (Leider hat Toman sein Gerät nie patentieren lassen, das noch heute zur Standardausrüstung in allen Fast-food-Ketten der Welt gehört.) Das Personal konnte nun schnell angelernt werden, Fachkräfte waren dafür nicht mehr nötig, und entsprechend weniger Lohn wurde gezahlt.
Das Restaurant der Brüder verkaufte einen Hamburger für fünfzehn Cents – brauchte dafür nur ein Drittel des Kapitals eines Drive-in’s und nur ein Drittel der Arbeitskräfte. Die Schlangen vor den beiden Fenstern waren bis zu 20 Metern lang. Der Umsatz stieg auf 300 000 Dollar im Jahr und der Reingewinn auf 100 000 Dollar im Jahr.
Als das American Restaurant Magazine im Juli 1952 einen Artikel über den neuen Restaurant-Typ gebracht hatte, bekamen die Brüder so viele Anrufe, Briefe und Besuche, dass sie nur noch mit Besprechungen beschäftigt waren. Da wurde ihnen klar, sie sollten ein Franchisesystem aufbauen. Mit einer ganzseitigen Anzeige suchten sie Franchisenehmer, unter der Überschrift: Dies sind vielleicht die wichtigsten sechzig Sekunden Ihres Lebens.
Für eine Lizenzgebühr von tausend Dollar bekam der Franchisenehmer einen Plan der Küche und eine kurze Beschreibung des Systems, und er durfte den Namen McDonald verwenden. Danach war er auf sich selbst gestellt. Einer der Lieferanten, ein Hersteller von Milchprodukten, suchte weitere Abnehmer für seine Milchshakes und schlug den Brüder vor, ihnen finanziell beim Aufbau einer Restaurantkette zu helfen, wenn sie dafür seine Milchshakes abnahmen. Aber die Brüder hatten keine Lust, Tag und Nacht auf der Landstraße unterwegs zu sein und jeden Morgen in einem anderen Hotels aufzuwachen, um geeignete Standorte und Geschäftsführer zu finden. Außerdem bekam jeder Besucher von den Brüdern so großzügig Informationen über ihr System, ihre Arbeitsgeräte und deren Bezugsquellen, dass niemand eine Franchise-Lizenz brauchte, um ihr Erfolgsgeheimnis zu ergründen. Der erste Nachahmer eröffnete schon 1952 sein Restaurant, bald waren es dutzende – während es die Brüder auf fünfzehn Lizenznehmer brachten nutzten.
Mc Donalds Werbung mit Heide Klum & Barbara Meier (GNTM)






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